Im Wandel der Zeit: Der Lockruf des Goldes
Dem Lockruf des Goldes sind die Menschen seit Jahrtausenden erlegen. Im Besitz dieses Edelmetalls zu sein, verhieß Reichtum und Macht, Ruhm und Ehre.
Handel und Wandel sind seit je her eng mit dem Gold verbunden. Immer war es ein Symbol für Sicherheit und Wohlstand, ob als Tauschwährung, Reserve für schlechte Zeiten, sichere Geldanlage oder, man denke an Fort Knox, staatliche Währungsreserve. Gold macht es dem Menschen nicht leicht, es zu finden. Die Zeiten des großen Goldrausches, als die Nachricht von Goldfunden im Klondyke und anderen Flüssen ganze Heerscharen von Abenteurern und Glücksrittern anzogen, sind lange vorbei; die Hauptquelle des Goldes ist der Bergbau.
"Searching for a Heart of Gold"
Rund fünf Tonnen goldhaltigen Gesteins müssen zermahlen werden, um 1 Unze, also 31,1035 g, zu gewinnen. Aber weder damals noch heute haben die Menschen Kosten und Mühe gescheut, um das seltene gelbe Metall zu finden - und das wird auch so bleiben.
Neil Youngs berühmter Song "Searching for a Heart of Gold" hätte niemals "Searching for a Heart of Platinum" heißen können. Und auch die Morgenstunde hat nicht Platin, sondern Gold im Mund. Man spricht vom "Goldenen Zeitalter", vom "Goldenen Schnitt" und vom "Goldenen Mittelweg". Und auch der Wiener beschwört, besonders gern beim Heurigen, sein "Goldenes Wiener Herz". All diese - und viele andere - Redewendungen sagen doch einiges aus über die Faszination des Goldes: Es mag wertvollere Dinge geben, aber keine begehrteren!
Goldschmied: Kunst und Handwerk vereint
Sein verführerischer Glanz, seine Geschmeidigkeit, seine Beständigkeit und seine hervorragenden Verarbeitungseigenschaften haben schon früh auch den Blick von Künstlern und Handwerkern auf dieses Metall gelenkt; im Goldschmied haben sich Kunst und Handwerk schließlich kongenial vereint.
Goldlegierungen: für Freude auf Dauer
Gold ist nicht nur seiner Schönheit wegen, sondern auch durch seine guten Verarbeitungseigenschaften für die Herstellung von Schmuck prädestiniert. Es ist relativ weich, sehr dehnbar, schmilzt bei 1064° C (Eisen dagegen erst bei 1535° C), hat eine hohe Dichte (1 cm3 wiegt 19,3 g, Eisen nur 7,9 g) und ist praktisch unzerstörbar.
Doch stellt Schmuck, der sich auch im täglichen Tragen bewähren muss, hohe Anforderungen an Unverformbarkeit, Stoßsicherheit und andere Eigenschaften, die eine hohe Lebensdauer gewähren.
Unsere Schmuckstücke sind nickelfrei
Um die notwendige Härte oder auch einen gewünschten Farbton zu erzielen, wird Gold mit anderen Metallen gemischt, oder, wie es richtig heißt, legiert. Eine gute Legierung kann nur mit reinen und für den Verwendungszweck geeigneten Metallen erzielt werden. Nickel zählt nicht dazu, deswegen sind alle unsere Schmückstücke gemäß EU-Richtlinie nickelfrei!
Gold in seiner reinsten Form gibt es eigentlich nur als Barrengold. Es hat einen Reinheitsgrad von über 99% oder, genauer gesagt, von 999,999 auf 1000 Teile.
Übersicht: Reinheitsgrade von Gold
Gemessen wird der Reinheitsgrad von Gold in Karat. Reinstes Gold entspricht 24 Karat; die Karat-Angaben beziehen sich also auf die Menge Gold auf tausend Teile der jeweiligen Legierung.
Eine kleine Übersicht:
999/000 = 24 Karat
750/000 = 18 Karat
585/000 = 14 Karat
375/000 = 9 Karat
333/000 = 8 Karat
In unserem Hauptkatalog gemachte Gewichtsangaben beziehen sich stets auf das Gesamtgewicht des Artikels. "Gold, gelb/weiß kombiniert" bedeutet, dass dieses Stück aus zwei verschiedenen Legierungen (Gelbgold und Weißgold) gefertigt wurde.